Kinderzimmerbeleuchtung: Tipps und Tricks

09.03.2018 10:32

Dekorative Kinderzimmerbeleuchtung: So macht Spielen, Schlafen und Lernen Spaß

Spätestens wenn es an die Einrichtung des ersten Kinderzimmers für den Nachwuchs geht, müssen sich Eltern auch über die richtige Kinderzimmerbeleuchtung Gedanken machen. Diese muss nicht nur für gute Lichtverhältnisse an grauen Nachmittagen sorgen, sondern sollte sich stilistisch gut in das Zimmer einfügen und den jungen Bewohnern gefallen. Vor allem aber muss sie sicher sein! Wir widmen uns dem Thema Licht im Kinderzimmer und zeigen euch, wie die optimale Kinderzimmerbeleuchtung aussieht.

Sicherheit geht vor: 4 Tipps für eine sichere Kinderzimmerbeleuchtung

Das wichtigste zuerst: Bevor dekorative Aspekte Erwägung finden, gilt es sicherzustellen, dass die eingesetzte Beleuchtung wirklich sicher ist. Unfälle gilt es schließlich um jeden Preis zu vermeiden. Die folgenden fünf Tipps können euch in puncto sichere Kinderzimmerbeleuchtung als Leitfaden dienen.

1.) Vorsicht heiß: So vermeidet ihr Verbrennungen und Brände

Aller moderner Beleuchtungstechnik zum Trotz: Lampen können bei Betrieb nach wie vor sehr heiß werden. Gerade im Kinderzimmer solltet ihr daher die folgenden drei Grundregeln beachten:

  • LED-Lampen bleiben – im Gegensatz zu Leuchtmitteln wie Halogenlampen – verhältnismäßig kühl. Sie sind daher zum Einsatz im Kinderzimmer geeignet.
  • Achtet stets darauf, dass Kleinkinder die Hauptleuchten im Zimmer nicht greifen können. Es besteht Verbrennungsgefahr!
  • Auch wenn die Verzierung von Leuchten mit Tüchern, Krepppapier und Co. für dekorative Lichteffekte sorgen mag. Im Zimmer eurer Kleinen verzichtet ihr besser darauf, um die Brandgefahr zu minimieren.

2.) GS-Zeichen gibt Sicherheit

Beim Kauf neuer Lampen für das Zimmer eures Nachwuchses solltet ihr unbedingt auf das Siegel „Geprüfte Sicherheit“ (GS-Zeichen) achten. Dieses bescheinigt, dass die Lampe den strengen europäischen Sicherheitsvorgaben entspricht.

3.) Zerbrechliche Glasleuchten sind tabu!

Beim Spielen geht es gerne mal etwas turbulenter zu. Zerbrechliche Leuchten aus Glas haben im Kinderzimmer daher nichts zu suchen. Die Verletzungsgefahr ist viel zu groß. Besser sind stabile Leuchten aus Kunststoff.

4.) So reduziert ihr die Blendgefahr

Gerade Kleinst- und Kleinkindern werden von Leuchtquellen geradezu magisch angezogen – mitunter zeigen sie sich allerdings zu fasziniert. So besteht die Gefahr, dass die Kinder durch den Blick ins Licht geblendet werden, was auf Dauer schädlich für die Augen der Kleinen sein kann. Im Rahmen der Kinderzimmerbeleuchtung solltet ihr daher stets darauf achten, dass euer Nachwuchs nicht direkt in die Lampen blicken kann. Lampenschirme können hier Abhilfe schaffen.

5.) Achtung Stromschlag! So schützt ihr euren Nachwuchs

Wenn ihr bei der Beleuchtungseinrichtung des Kinderzimmers auf Steckdosenleisten setzt, solltet ihr unbedingt darauf achten, dass diese über eine Kindersicherung verfügen! Zudem solltet ihr diese möglichst so verlegen, dass eure Kleinen keinen Zugriff auf sie haben. Nur so schützt ihr eure Jüngsten vor gefährlichen Stromschlägen!

Kreativ und farbenfroh: die Kleinen lieben ausgefallene Leuchten

Ihr habt die Grundregeln für eine sichere Beleuchtung im Kinderzimmer verinnerlicht? Prima! Dann könnt ihr euch jetzt in den deutlich kreativeren Teil der Kinderzimmerbeleuchtung stürzen: die Auswahl der Leuchten. Prinzipiell gilt dabei: Kinder lieben in aller Regel farbenfrohe und ausgefallene Leuchten. Folgende Tipps könnt ihr im Hinterkopf behalten:

  • Welche Interessen hat euer Sohn oder eure Tochter? Autos, Pferde oder Dinosaurier? Heute sind problemlos Leuchten in den entsprechenden Formen zu finden.
  • Besorgt euch Farbe und verschönert alte Leuchten gemeinsam mit euren Kleinen. Das ist eine schöne Familienzeit und sorgt für ein Ergebnis, das insbesondere den Nachwuchs zufriedenstellt.
  • Lichterketten, die beispielsweise am Fenster befestigt werden, sorgen am Abend für ein beschauliches Licht und gefallen meist auch den Kleinen.

Eurer Fantasie sind letztlich keinerlei Grenzen gesetzt. Vergesst im Kreativrausch aber nicht eure Kinder nach ihrer Meinung zu fragen! Schließlich sind sie es, denen die Leuchten gefallen müssen.

6 goldene Regeln für die Beleuchtung im Kinderzimmer

Abschließend wollen wir euch noch sechs goldene Regeln mit auf den Weg geben, die ihr im Zuge der Kinderzimmerbeleuchtung beachten solltet.

1.) Lasst natürliche Lichtquellen zu

Keine Frage, künstliche Lichtquellen sind eine schlichte Notwendigkeit. Das bedeutet aber nicht, dass ihr das Zimmer eurer Kinder mit Licht fluten müsst. Stattdessen empfiehlt es sich, möglichst viel auf natürliches Licht zu setzen, um den natürlichen Biorhythmus eurer Kleinen nicht zu stören. Das bedeutet: Verhängt die Kinderzimmerfenster nicht mit allzu vielen Dekorationselementen. Nur so kommt ausreichend Licht ins Zimmer, um auf eine zusätzliche Beleuchtung zu verzichten.

2.) Kinder bevorzugen warmweiße Lichtfarben

Die meisten Kinder bevorzugen warmweiße Lichtfarben, die eine behagliche Atmosphäre schaffen. Warmweißes Licht um die 2.700 Kelvin empfinden die meisten Kinder (übrigens ebenso wie Erwachsene) als angenehm. Achten Sie bei der Lampenauswahl daher unbedingt auch auf die Lichtfarbe!

3.) Beleuchtungsstärke: 250 Lux als Richtwert

Nicht nur die Lichtfarbe, auch die Beleuchtungsstärke entscheidet über die Qualität der Kinderzimmerbeleuchtung. Die in Lux gemessene Beleuchtungsstärke gibt dabei an, wie viel Licht tatsächlich auf einer bestimmten Fläche ankommt. Eine – relativ hohe – Beleuchtungsstärke von 250 Lux ist dabei ein guter Richtwert. Dieser stellt sicher, dass beim Spielen auch stets ausreichend Licht vorhanden ist.

Praxistipp: Die Lumenangabe hat zwar maßgeblichen Einfluss auf die Beleuchtungsstärke. Eine hohe Lumenzahl geht aber nicht automatisch mit einer hohen Luxzahl einher. Messen könnt ihr die Luxzahl mit einem Luxmeter. Die digitalen Messgeräte sind heute schon für unter 30 Euro zu bekommen.

4.) Schreibtischbeleuchtung: Flexibilität ist Trumpf

Gerade beim Lernen und Hausaufgaben machen am Schreibtisch kommt es auf eine optimale Beleuchtung an. Unser Tipp: Setzt dabei möglichst auf eine flexibel in alle Richtung dreh- und neigbare Schreibtischleuchte. Auf diese Weise passt sich die Beleuchtungsquelle den aktuellen Bedürfnissen an.

5.) Dimmbare Lampen erweitern den „Spielraum“

Lernen oder Spielen? Die optimale Kinderzimmerbeleuchtung sollte beides ermöglichen. Immerhin ist das Kinderzimmer für eure Kleinen Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Schlafzimmer in einem. Entsprechend vielseitig müssen die eingesetzten Beleuchtungsquellen auch sein. Dimmbare Lampen geben euch dabei den größtmöglichen Spielraum. Je nach Tageszeit und Aktivität könnt ihr das Licht an die Bedürfnisse eures Nachwuchses anpassen.

6.) Ein Nachtlicht sorgt für angenehme Träume

Fällt es eurem Kind schwer, nachts einzuschlafen? Ein Nachtlicht kann als dezente Lichtquelle Abhilfe schaffen! Gut zu wissen: Besonders empfehlenswert als Nachtlicht ist rötliches Licht. Der Grund: Bläuliches Licht wirkt eher belebend während rötliches Licht genau die gegenteilige Wirkung hat.


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